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Zubehör & Verbrauchsmaterialien, Biologische Indikatoren

SKAN BI

Biologische Indikatoren für validierte Dekontaminationsprozesse

Kompatibilität
Universell
Konfigurationsgrad
Standardisiert
SKAN BI im Überblick

Biologische Indikatoren in SKAN-Qualität

  • Zuverlässige Leistung

    Minimiert Falsch-Positive durch proprietäre Inokulationsverfahren

  • Geprüfte Qualität

    Homogene Qualität innerhalb jeder Charge durch validierte Produktion und hochwertiges Qualitätsmanagementsystem (ISO 9001)

  • Dokumentiert

    ALCOA++-konforme Dokumentation

  • Für H₂O₂ optimiert

    Speziell für anspruchsvolle H₂O₂-Dekontaminationsprozesse entwickelt

  • Intelligentes Verpackungsdesign

    Keine Berührungsgefahr des beimpften Bereiches beim Herausnehmen des Trägers

  • Optimiertes Trägerdesign

    Form des Trägers ermöglicht einfachen Transfer in die Nährlösung

  • Einfache Handhabung

    Einfaches Positionieren mit Klebeband oder Haken

  • ExpertInnen-Support

    Professionelle Unterstützung durch ExpertInnen im Bereich Mikrobiologie

Anwendung

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten in kritischen Dekontaminationsprozessen

  • Für Isolatortechnologie

    Qualifizierung und Validierung von H₂O₂-Dekontaminationsprozessen in Isolatoren. Bestandteil der Entwicklung und Etablierung stabiler, validierbarer Prozesse sowie deren Leistungsqualifizierung.

  • Für Raumdekontamination

    Qualifizierung und Verifizierung der H₂O₂-Reinraumdekontamination. Als biologische Prozessindikatoren zeigen sie die tatsächliche Wirksamkeit des Verfahrens an – eine Information, die durch physikalische Messwerte allein nicht abgedeckt wird.

Prozess

BIs als Kern der Validierung bzw. Leistungsqualifizierung

  • 1

    Platzierung der BIs

    Strategische Positionierung im Isolator oder Reinraum an repräsentativen Flächen. Fixierung mit Klebeband oder Haken möglich.

  • 2

    Dekontaminationsprozess

    Durchführung des H₂O₂-Dekontaminationszyklus mit dem Ziel eine definierte Keimreduktion zu erreichen und zu verifizieren. SKAN BIs sind speziell für die besonderen Kinetiken von H₂O₂-Dampf- und Vernebelungsprozessen optimiert.

  • 3

    Analyse und Auswertung

    Nach dem Prozess erfolgt die Entnahme und mikrobiologische Auswertung mit dem Wachstumstest. Erfolgt kein Wachstum, wurde die gewünschte Abtötung erreicht; Wachstum hingegen zeigt an, dass die angestrebte Keimreduktion nicht erzielt wurde.

Produktvorteile

Schweizer Eigenproduktion für höchste Qualität

  • Reproduzierbare Qualität und Leistung

    Homogene Sporenverteilung, minimiertes Risiko für Falsch-Positive durch proprietäre Inokulationsverfahren sowie getrennte Produktions- und Qualitätskontrollprozesse. Jede Charge wird auf Sporenanzahl und Wiederfindung, Reinheit, mikrobiologische Identität sowie ihren D-Wertgeprüft.

  • Optimiertes Design für einfache Handhabung

    Primärverpackung mit kontrollierter Öffnung, sichere Entnahme des Trägers, abgerundete Kanten für reibungslosen Transfer ins Nährmedium.

  • Massgeschneiderte Populationsoptionen

    Varianten mit 10⁶ oder 10⁴ Sporen pro Träger für unterschiedliche Prozessanforderungen – von hochkritischen Isolatoranwendungen bis zur Raumdekontamination.

Regulatorische Anforderungen

Regulatorische Sicherheit für validierte Dekontaminationsprozesse

  • Integration in die CCS

    SKAN BI sind ein integraler Bestandteil der Contamination Control Strategy (CCS) gemäss EU-GMP Annex 1. Sie liefern den direkten mikrobiologischen Nachweis der Prozesswirksamkeit und unterstützen eine risikobasierte Bewertung im Rahmen des Quality Risk Management (QRM).

  • Normenkonforme Qualität und Anwendung

    SKAN BIs erfüllen die relevanten Anforderungen internationaler Standards wie ISO 11138 series sowie Arzneibuch Vorgaben (United States Pharmacopoeia USP <55>, <1229> series <1208>, European Pharmacopeia Ph. Eur. 5.1.2). Die Herstellung erfolgt unter einem validierten Qualitätsmanagementsystem.

  • Belastbare Daten für Validierung bzw. Leistungsqualifizierung

    Geprüfte Leistungsparameter wie D-Wert, Recovery und Reinheit liefern reproduzierbare Ergebnisse für Validierung und (Re-)Qualifizierung. Diese Daten unterstützen eine nachvollziehbare, auditsichere Dokumentation über den gesamten Prozesslebenszyklus.

Technische Spezifikation

  • Abmessung Primärverpackung

    66 × 25 mm

  • Abmessung BI-Träger

    40 × 9 × 0,1 mm

  • Material Primärverpackung

    Tyvek®

  • Material BI-Träger

    Edelstahl

  • Verpackungseinheit

    25 SKAN BI pro Packung

  • Organismus

    Geobacillus stearothermophilus DSM5934 (entspricht ATCC 7953)

  • Populationen

    >1 × 10⁶ oder 1 × 10⁴ Sporen/Träger

  • Lagerung

    2–8 °C, dunkel, Originalverpackung, ohne Trockenmittel (desiccant)

  • Haltbarkeit ab Herstellung

    8 Monate für SKAN BI 10⁶, 10 Monate für SKAN BI 10⁴

Häufige Fragen

  • Geobacillus stearothermophilus – ein hitze- und H₂O₂-resistenter Bakteriensporenstamm, international anerkannt als Referenzorganismus für Dampf- und H₂O₂-Dekontamination.

  • Dieser Organismus bildet sehr resistente Sporen, die besonders schwer durch H₂O₂-Dampf abzutöten sind. Damit repräsentiert er ein „Worst-Case-Szenario“. Wenn der Prozess diese Sporen zuverlässig eliminiert, gilt er als wirksam gegenüber weniger resistenten Mikroorganismen.

  • Chemische Indikatoren zeigen physikalische oder chemische Parameter an (z. B. Erreichen einer H₂O₂-Konzentration). Sie beweisen aber nicht, dass Mikroorganismen zuverlässig inaktiviert wurden. Biologische Indikatoren enthalten widerstandsfähige Sporen und liefern damit einen direkten Nachweis der mikrobiellen Wirksamkeit.

    • 10⁶: Standard für Isolatoren und hochkritische Prozesse (höchste Anforderung an Validierung).
    • 10⁴: Für Raumdekontamination und Studien, bei denen ein schnellerer „Kill“ demonstriert werden soll.
  • Der D-Wert (Dezimal-Reduktionszeit) gibt an, wie lange es unter definierten Bedingungen dauert, die Sporenpopulation um 90 % zu reduzieren. Er ist zentral für die Aussagekraft von BIs.

  • Das hängt vom Anwendungsfall ab. In der Regel werden BIs in der Qualifizierungsphase intensiv eingesetzt. In der Routine werden sie meist stichprobenartig oder in definierten Intervallen verwendet, etwa nach Wartung, Umbauten oder bei regulatorischen Requalifizierungen.

  • Die Tyvek®-Primärverpackung erlaubt einen kontrollierten Luft- und H₂O₂-Durchtritt, schützt gleichzeitig den Träger und reduziert Handlingsfehler. Anders als Glasampullen sind die Träger sofort verwendbar und lassen sich nach der Dekontamination einfacher entnehmen.

  • Ein positives Ergebnis weist auf eine unzureichende Prozessleistung hin. Das kann verschiedene Ursachen haben: fehlerhafte Platzierung, unzureichende H₂O₂-Verteilung, zu hohe Beladung, oder eine unerwartete Resistenz der Sporen. In solchen Fällen ist eine Ursachenanalyse erforderlich, ggf. mit Wiederholung des Prozesses.

FAQ

  • Sporen von Geobacillus stearothermophilus, ein hitze- und H₂O₂-resistenter sporenbildender Bakterienstamm, international anerkannt als Referenzorganismus für Dampf- und H₂O₂-Dekontamination.

  • Dieser Organismus bildet sehr resistente Sporen, die besonders schwer durch H₂O₂-Dampf abzutöten sind. Damit repräsentiert er ein „Worst-Case-Szenario“. Wenn der Prozess diese Sporen zuverlässig eliminiert, gilt er als wirksam gegenüber weniger resistenten Mikroorganismen.

  • Chemische Indikatoren zeigen physikalische oder chemische Parameter an (z. B. Erreichen einer H₂O₂-Konzentration). Sie beweisen aber nicht, dass Mikroorganismen zuverlässig inaktiviert wurden. Biologische Indikatoren enthalten widerstandsfähige Sporen und liefern damit einen direkten Nachweis der mikrobiellen Wirksamkeit.

    • 10⁶: Standard für Isolatoren und hochkritische Prozesse (höchste Anforderung an Validierung)
    • 10⁴: Für Raumdekontamination und Studien, bei denen ein schnellerer „Kill“ demonstriert werden soll.
  • Der D-Wert (Dezimal-Reduktionszeit) gibt an, wie lange es unter definierten Bedingungen dauert, die Sporenpopulation um 90 % zu reduzieren. Er ist zentral für die Aussagekraft von BIs.

  • Das hängt vom Anwendungsfall ab. In der Regel werden BIs für die Entwicklung von Dekontaminationszyklen und bei deren Erstqualifizierung intensiv eingesetzt. In der Routine werden sie meist stichprobenartig oder in definierten Intervallen verwendet, etwa nach Wartung, Umbauten oder bei regulatorischen Requalifizierungen.

  • Die Tyvek®-Primärverpackung erlaubt einen kontrollierten Luft- und H₂O₂-Durchtritt, schützt gleichzeitig den Träger und reduziert Handhabungsfehler durch Kontaminationen. Anders als Glasampullen sind die Träger sofort verwendbar und lassen sich nach der Dekontamination einfacher entnehmen.

  • Ein positives Ergebnis weist auf eine unzureichende Prozessleistung hin. Das kann verschiedene Ursachen haben: fehlerhafte Platzierung, unzureichende H₂O₂-Verteilung, zu hohe Beladung, oder eine unerwartete Resistenz der Sporen. In solchen Fällen ist eine Ursachenanalyse erforderlich, ggf. mit Wiederholung des Prozesses.

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